Samstag, 24. Juni 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

79. Pfingsttagung des VHB

7. bis 9. Juni 2017 in St. Gallen

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Profil der Kommission: Geschichte

Im Gegensatz zu den USA, Großbritannien und Japan, wo das Fach Internationales Management bereits seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Lehr- und Forschungsprogramms von Business Schools zählt, war in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre bis in die 1970er Jahre eine starke Zurückhaltung in diesem Bereich zu beobachten. So wurden beim Ausbau des Fachs Betriebswirtschaftslehre im deutschsprachigen Raum zunächst überwiegend Lehrstühle für die einzelnen betrieblichen Funktionsbereiche geschaffen, während nur ganz vereinzelt Lehrstühle für den integrativen Kernbereich des Internationalen Managements errichtet wurden. Eine frühe Ausnahme stellte der Lehrstuhl für Internationale Unternehmungen dar, den Ehrenfried Pausenberger Anfang der 1970er Jahre an der Universität Gießen aufbaute.

Im Hinblick auf die weltweit zunehmende Ausbreitung des Fachs Internationales Management wurde auf Betreiben der European Foundation for Management Development im Jahre 1974 die European International Business Academy (EIBA) in Brüssel gegründet, die im Rahmen ihrer Jahrestagungen insbesondere Forschungsvorhaben im Bereich des Internationalen Managements fördert und koordiniert. Seit der Gründung der EIBA war Hans Günther Meissner, Universität Dortmund, als deutscher Vertreter im Steering Committee der EIBA aktiv. Diese Funktion wurde im Zeitraum von 1997 bis 2004 von Klaus Macharzina, Universität Hohenheim, von 2004 bis 2010 von Martin K. Welge, Universität Dortmund, von Dezember 2010 bis Dezember 2011 von Andreas Al-Laham, Universität Mannheim, übernommen. Seit 2012 fällt Stefan Schmid, ESCP Europe Campus Berlin, diese Aufgabe zu.

 

Parallel zu seiner Tätigkeit für die EIBA gründete Hans Günther Meissner in Absprache mit mehreren Kollegen im Jahre 1976 die Wissenschaftliche Kommission Internationales Management im Rahmen des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). Im Februar 1977 fand die erste Jahrestagung der Kommission an der Universität Dortmund statt. Zu Beginn gehörten der Kommission etwa 20 Hochschullehrer an. Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder auf rd. 210 angestiegen. Zu den jährlich stattfindenden Tagungen werden meist prominente Vertreter aus der Wirtschaft eingeladen.

 

Seit der Gründung hatten/haben folgende Kollegen/Kolleginnen den Vorsitz der Kommission:

1976-1978           Hans Günther Meissner

1978-1980           Ehrenfried Pausenberger

1980-1982           Eberhard Dülfer

1982-1984           Klaus Macharzina

1984-1986           Reinhardt Schmidt

1986-1988           Martin K. Welge

1988-1990           Emil Brauchlin

1990-1992           Wilhelm Wacker

1992-1994           Brij Kumar

1994-1996           Johann Engelhard

1996-1998           Michael Kutschker

1998-2000           Dodo zu Knyphausen-Aufseß

2000-2002           Ursula Schneider

2002-2004           Martin Glaum

2004-2006           Michael Oesterle

2006-2008           Reinhard Moser

2008-2010           Stefan Schmid

2010-2012           Joachim Zentes

2012-2014           Jan Hendrik Fisch 

2014-2016           Dirk Morschett

 

 

Die Wissenschaftliche Kommission Internationales Management hat bis heute eine sehr intensive und differenzierte Arbeit im Hinblick auf die Durchsetzung des Fachs Internationales Management im Rahmen des betriebswirtschaftlichen Fächerkatalogs im deutschsprachigen Raum geleistet. Inzwischen existiert eine Reihe von Lehrstühlen, die Internationales Management oder verwandte Disziplinen in ihrem Titel aufweisen. Nichtsdestotrotz ist das Fach Internationales Management noch immer in einem nicht ausreichenden Maße an deutschsprachigen Universitäten vertreten. Insbesondere an manchen großen Fakultäten existieren bislang keine spezialisierten Lehrstühle für das Fach Internationales Management.

Internationale Fragestellungen stoßen aufgrund der zunehmenden internationalen Verflechtung von Unternehmen, insbesondere im Rahmen der Europäischen Union, verstärkt auf das Interesse der Praxis. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass auf Unternehmensseite ein steigender Bedarf an Absolventen besteht, die sich mit Fragen des Internationalen Managements in theoretischer und systematischer Weise auseinandergesetzt haben. Allein aus diesem Grund – so die Auffassung der Kommission – wird das Fach Internationales Management im Zuge der allgemein beobachtbaren Globalisierungstendenzen auch in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.